Archive for September, 2009

Tutorials zu BPMN 2.0 – Jetzt auf BPMN-Community.org

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Während der BPMN2.0 Standard noch den letzten Schliff bekommt, ist die Modellierung bereits möglich dank einer gemeinsamen Initiative von Signavio und dem Oryx-Projekt. Das erlaubt jedem sich ein eigenes Bild von der nächsten Version des Standards zu machen.

Natürlicherweise gibt es wenig öffentliches Wissen rund um BPMN2.0. Wir wollen das ändern! Auf BPMN-Community.org haben wir deshalb die Tutorials erweitert. Dort bekommt man einen Einstieg in BPMN als Modellierungssprache und jetzt auch die neuen  Sprachelemente. Markus Güntert hat die Neuheiten im Forum zusammen getragen.

Wir haben den Oryx-Editor für BPMN-Community komplett auf BPMN2.0 umgestellt. Jedes neue Diagram ist ein BPMN2.0 Kollaborationsdiagram. Das heißt, jeder kann BPMN2.0 modellieren, darüber diskutieren und das öffentliche Wissen vermehren.

Viel Spass dabei. Auf BPMN-Community.

BPMN 2.0 – eine Sneak Preview

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Die Standardisierung von BPMN 2.0 steckt in der Finalisierungsphase. Fleißig werden schon die ersten Bücher darüber geschrieben, wie etwa von Bruce Silver (auf englisch) und von Jakob Freund (auf deutsch). Erste große Veranstaltungen zum Thema BPMN 2.0 fanden bereits statt, wie beispielsweise der BPMN 2.0-Abend der Berliner BPM-Initiative. Nun ist die Zeit der Tool-Hersteller gekommen. Sie müssen entsprechende Implementierungen liefern, denn erst bei einer Umsetzung der vielen Details können die letzten Widersprüchlichkeiten und Unklarheiten aus der Spezifikation verbannt werden.

Noch hat sich kein Tool-Hersteller vorgewagt, eine BPMN 2.0-Lösung der Öffentlichkeit zu präsentieren. BPMN 2.0 ist ja offiziell noch nicht abgeschlossen und wird wohl noch einige Monate auf sich warten lassen. Trotzdem gibt es im stillen Kämmerlein schon diverse Bemühungen bei der einen oder anderen Software-Schmiede.

BPMN 2.0 Conversation Diagram

Eine Herausforderung bei der Implementierung von BPMN 2.0 sind die beiden neuen Diagrammtypen, Conversation Diagrams und Choreographies. Neue Diagrammtypen, das heißt komplett neue Konstrukte und Verknüpfungsregeln. Bereits an dieser Stelle dürften wohl viele Tool-Hersteller ausscheren und sich damit begnügen, lediglich die bekannten Process/Collaboration Diagrams zu erweitern. Ein zusätzliches Ereignis-Symbol hier, ein weiteres Attribut da – fertig ist die Unterstützung für BPMN „2.0“. Der Standardisierungsgruppe von BPMN 2.0 war das bewusst und hat hier bereits vorgesorgt: In sogenannten Conformance-Klassen ist gruppiert, welche Teile der Spezifikation von einem Tool umgesetzt werden müssen und welche nicht.

Noch viel spannender als das Modellieren mit den drei Diagrammtypen (anstatt mit nur einem) wird allerdings noch ein weiteres Thema: Konsistenz zwischen den Modellen. Während bei BPMN 1.x Diagramme oft isoliert voneinander behandelt werden konnten (mal abgesehen von Prozesshierarchien, die mittels Subprozessen aufgespannt werden konnten), so handelt es sich bei BPMN 2.0 nun um einen Multi-Perspektiven-Ansatz. Beispielsweise wird die Struktur, die in einem Conversation Diagram definiert wird, in entsprechenden Choreographies oder Collaboration Diagrams verfeinert. Die Modelle stehen nun also noch stärker in Beziehung zueinander. Werkzeuge, die Diagramme als mehr oder weniger isolierte Dokumente ansehen, kommen hier ins Schwimmen. Wenn Beziehungen zwischen den Modellen nicht gepflegt werden können, dann wird die Konsistenzsicherung allein dem talentierten Modellierer überlassen.

BPMN 2.0 Choreography DiagramFür alle, die es nicht abwarten können, mit BPMN 2.0 zu experimentieren, gibt es nun endlich eine gute Nachricht. Der Tool-Anbieter Signavio arbeitet bei der Implementierung von BPMN 2.0 eng mit dem Hasso-Plattner-Institut zusammen. Der BPMN 2.0 Editor wird im Rahmen der BPM Academic Initiative nun der akademischen Community (und natürlich den Vordenkern von BPMN 2.0) zugänglich gemacht. So kann noch einige Monate in aller Ruhe evaluiert werden, wie die einzelnen Diagrammtypen sinnvoll miteinander verwendet werden können.

Ziel ist es, dass sämtliche Modellierungskonstrukte, Syntaxregeln und Attribute in dem Editor umgesetzt werden. Eine Syntaxprüfung lokalisiert Fehler in den Diagrammen. Als nächster Schritt folgt die Implementierung der Serialisierung. Ein fehlendes Austauschformat war bisher übrigens eine der größten Schwächen von BPMN 1.x. Mit Spannung darf also erwartet werden, wie konsequent die verschiedenen Hersteller den Standard umsetzen werden.

BPMN 2.0 Collaboration DiagramEinen guten ersten Eindruck des BPMN 2.0 Editors bekommt man über diesen Screencast. Er zeigt alle drei Diagrammtypen und die Wiederverwendung von Elementbezeichnern über verschiedene Diagramme hinweg. Interessierte können sich auf der akademischen Modellierungsplattform registrieren, welche pünktlich am 8.9.2009 zur BPM 2009 Konferenz in Ulm gelauncht wurde. Die beiden Hauptentwickler des BPMN 2.0 Editors, Sven Wagner-Boysen und Philipp Giese, freuen sich schon auf das Feedback der ersten Nutzer.

Mehr Details zur BPM Academic Initiative: Auf www.signavio.com/academic und in diesem Blog-Eintrag:

Watch BPMN 2.0 Screencast

BPMN 2.0 auf YouTube

Summing up BPM’09

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BPM’09 in Ulm was great. Thanks to Sandy Kemsley it was also well covered in the blogosphere. That allows me to point out my personal highlights and link to her posts for further reading.

  • John Hoogland – Change in Control (keynote)
    My favorite keynote. It was honest, humble, and enlightening. He contrasted the marketing blah of the BPM vendors with the reality he sees (and we all know). Most insightful, even with the most advanced customers they roll out 2-5 process updates per year. That’s process agility in 2009.
  • Discovering Process Models from unlabelled event logs (Conference Talk)
    A fundamental assumption for process mining is that the event log contains case IDs. That means, you may log information in your system but only if the log entry refers to the process instance you can make sense of it. Diogo Ferriera showed a technique to overcome this limitation. Impressive scientific contribution and presentation-wise my favorite talk at BPM’09.
  • Process Model comprehension: a human view (Tutorial)Hajo Reijers and Jan Mendling condensed their know-how in a 1.5h presentation (called tutorial) that was attracting even more people than the main conference track (in parallel). Increadibly valuable and well covered by Sandy. In short, read the Seven Process Modeling Guidelines (Table 2, page 19).

Summing up, BPM was a great event to learn, meet, discuss and find ground for collaboration. For example, we learned how people use our Oryx Editor in their research projects and how they would like to use it in future work. We are committed to support that. If you’d like to use, embedd or extend Oryx in your research project. Let us know, join the Google Group. You are invited to ask questions. Don’t wait until the next BPM.

Aufwärmpost zur BPM’09

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Es war etwas ruhig hier in den letzten Monaten, aber das wird sich bald ändern. Nächste Woche ist die BPM Konferenz in Ulm. Dieses jährliche Zusammentreffen der Forschungsgemeinde ist eine tolle Gelegenheit um Leute zu Treffen, Ideen auszutauschen und Neuheiten zu diskutieren.

Wir haben auch ein paar Neuigkeiten, die wir an diesem Orte demnächst veröffentlichen werden. Also, Vorfreude schönste Freude. Bis nächste Woche.